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Die Tanne

Was sind „Tannovationen“?

Der Begriff „Tannovationen“ setzt sich aus den Worten „Tanne“ und „Innovationen“ zusammen. In der Steiermark zeichnet sich vor allem die Region der Waldheimat und des Jogllandes-Fischbacher Alpen durch ihren natürlichen Tannenreichtum aus. Besonders geschätzt wird Tannenholz unter anderem aufgrund der ausgezeichneten akustischen Eigenschaften, die immer wieder Nährboden für neue Produktideen bieten.

 

Die Tanne

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Die Tanne ist ein so genannter Tiefwurzler. Ihr Anteil an der Gesamtwaldfläche in der Steiermark beträgt ca. 2,2 %. Gerade in der Region der steirischen Kraftspendedörfer und rund um's Joglland beträgt der Anteil bis zu 20 % und die Tanne leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur regionalen Identität.

Im steirischen Zirbenland gibt es zwar nicht so hohe Anteile an Tannenholz – trotzdem haben sich hier, ähnlich im Joglland, Verarbeiter angesiedelt, die sich auf  Randholzbaumarten wie "Tanne" oder "Zirbe" spezialisiert haben. Darüber hinaus hat sich das HIZ als Zentrum für Holzengineering in dieser Region positioniert und sich zur Aufgabe gemacht, über die Entwicklung von innovativen Produkten, Bauteilen und Objekten einen Mehrwert für die steirischen Leaderregionen zu schaffen. Beide Leaderregionen, sowohl das Joglland als auch das Zirbenland, weisen hier eine ähnliche Ausgangslage auf. Ihr Ziel ist es, durch das Zusammenspiel von Forst- und Holzwirtschaft in Kombination mit dem Tourismus regionale, unverwechselbare Marken zu schaffen, und dadurch die regionale Identität weiter zu erhöhen.

Gerade in diesen beiden Leaderregionen sind in den letzten Jahren Objekte entstanden, wo Holz – und insbesondere Tannenholz – in einzelnen Aktivitäten bereits einen besonderen Stellenwert erreicht hat. Mit diesem Projekt will man erreichen, dass einerseits die positiven Eigenschaften dieser Holzart noch stärker herausgearbeitet werden und andererseits über neue Produktideen initiierende Impulse für die regionalen Betriebe am Absatzmarkt gesetzt werden.

Fachkundig eingesetzt ist Tannenholz ein natürlicher Baustoff, dessen Eigenschaften bei Beachtung bestimmter Voraussetzungen äußerst positiv zu bewerten sind. Nur wenn Tannenholz künftig eine breite Verwendung findet, wird diese ökologisch wertvolle Baumart auch eine Zukunft in unseren Wäldern haben.

Vorkommen

Die Tanne ist ein charakteristischer Waldbaum des Berglandes. Sie kommt in Höhen von 500 bis 1800 m vor und durchwurzelt auch schwere, feuchte Standorte, die andere Baumarten nicht durchwurzeln können. Dank dieser "Tiefwurzeln"  trotz sie dem Wind mehr als viele andere Nadelbaumarten. Die Tanne ist, trotz des geringen Flächenanteils von ca. 4 % im österreichischen Ertragswald, wegen ihrer tiefen Wurzeln und der sich rasch zersetzenden Nadeln (Humusbildner) eine wichtige Mischbaumart.  

Verwendung der Tanne

Vom Handel wird Tanne vornehmlich als Rund- und Schnittholz, daneben als Furnier (gemessert und geschält) angeboten. Im Schnittholzhandel wird Tanne meist zusammen mit Fichte als Mischsortiment unter der Bezeichnung "Fichte/Tanne" geliefert.

Den vorstehenden Ausführungen zufolge wird Tanne praktisch für die gleichen Zwecke wie Fichte verwendet, wenn man von einigen speziellen Verwendungsbereichen absieht. So besitzt Tannenholz die bessere Eignung für die Herstellung von Behältern für die chemische Industrie, da es nicht nur harzfrei, sondern auch ziemlich beständig gegen Säuren und Alkalien ist. Auch im Erd- und Wasserbau wird des öfteren die Tanne vorgezogen. Insbesondere hat sie sich im Wasserbau für Roste, Stauwehre, Schleusen, Wasserradschaufeln, Brunnenleitungen und ähnliche Holzkonstruktionen bewährt. Daneben wird Tanne vielfach im Hochbau - hier in gleicher Wertschätzung wie die Fichte - als Bau- und Konstruktionsholz eingesetzt.

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Als Bautischlerholz wird Tanne für Türen, Fenster und Wandbekleidungen verarbeitet, vor allem, wenn hierfür deckende Anstriche vorgesehen sind. Aber auch naturbelassen kann Tanne vorteilhaft im Innenausbau eingesetzt werden.

Wegen ihrer leichten Spaltbarkeit ist Tanne eine bevorzugte Holzart zur Anfertigung von Spaltwaren wie z.B. Spankörben, Käseschachteln oder gespaltenen Dachschindeln. Erwähnenswert ist ferner die Verwendung als Verpackungsmaterial (Kisten, Paletten, Holzwolle), für Masten (einschließlich Mastbäume von Schiffen), Telegraphenstangen, Pfähle und Musikinstrumente (Resonanzböden, Orgelpfeifen). Schließlich ist Tanne ein wichtiges Holz für die Herstellung von Holzwerkstoffen (Blindholz für Furnierplatten, Mittellagen von Tischlerplatten; Span-, Faser- und Holzwolleleichtbauplatten) sowie für die Zellstoff- und Papiergewinnung. Aus den Harzbeulen der Rinde wurde früher das sog. "Straßburger Terpentin" hergestellt.